Juli bis Dezember 2005 (in mehreren Etappen)

Ajoeren (Detmold)

Pianist und Opernsänger,
besitzt seit langem einen echten ausgewachsenen Konzertflügel mit 2,66 m Länge, möglicherweise den einzigen, der je die regional renommierte Bielefelder Klavierfabrik von Th.Mann verlassen hat - ohne Seriennummer, ca. 90-100 Jahre alt. Dies war die Ausgangslage:

Untere Mittellage klanglich leidlich akzeptabel, Bassklang extrem lang, aber ziemlich dünn. Melodielage schwer defekt, bellend hart im Anklang und nahezu ohne Abklang. Oberlage fast tonlos, sehr schwach, dumpf klopfig. Die Spielart: lahm und gefühllos, viel zu geringes Spielgewicht, minimierter Dynamik-Umfang, ergänzt durch hartgespielte, unschön abgezogene Hammerfilze. All dies ohne wirklich augenfällige schwere technische oder äußere Schäden.

Und dies war die scheinbar unmögliche Aufgabe: Ein Konzertflügel muss Konzert können. Er muss klanglich in der Oberliga mitreden können und spieltechnisch höchsten pianistischen Ansprüchen gewachsen sein. Dieses Ziel mit den Mitteln der Klang- und Spielart-Gestaltung zu erreichen, ohne Demontage der akustischen Anlage, war für mich eine sehr spannende Herausforderung. Der Arbeitsaufwand: ca. 10 Tagewerke, eher mehr, aber das spielt kaum eine Rolle. Denn im Ergebnis ist der Klang jetzt knackig und "geil", giert förmlich nach pianistischer Beanspruchung. Die Spielart bietet die Konzertflügel-typische satte Widerstandskraft, die dem Pianisten entschlossenen Einsatz abnötigt, dann aber auch alle erdenklichen Dynamik-Nuancen erlaubt. Dieses
Ergebnis macht mir Spaß, über den Weg dahin könnte man ein Buch schreiben.


Die eBay-Bewertung von Ajoeren:
"Erweckt Tote zum Leben, ein Magier!! Die Seele des Instruments bleibt+lebt auf!++"

.. und der Referenztext:
>> PianoCandle macht auf den ersten Blick den Eindruck eines Eigenbrödlers, der aus seinem Hand- und Kunstwerk ein Geheimnis macht. Seine einfühlsame Art läßt aber schnell Vertrauen zu ihm fassen, zumal er kein Händler ist. Schon bei der ersten Besichtigung meines alten Theophil Mann 266cm Konzertflügels konnte er mit minimalen Mitteln einen deutlichen Klanggewinn erzielen. Mich hat seine Vorgehensweise sehr überzeugt, da er Schritt für Schritt und überschaubar zum Ziel kommt. Mein Flügel läßt nun beinahe keine Wünsche mehr offen. Beinahe heißt: Die Klanggestaltung des Flügels durch PianoCandle fand immer im Dialog statt! Jeder meiner Wünsche konnte bei den mehrmaligen Treffen mit PianoCandle berücksichtigt und auch erfüllt werden! Aus einem sehr sperrigen, gewöhnungsbedürftigen Hausmusikinstrument mit großen Schwächen wurde ein konzerttauglicher Flügel für den Konzertsaal. Und das alles bewusst OHNE Generalüberholung, mit den Mitteln ambulanter Behandlung. Da kann ich nur einem anderen Kunden zustimmen, der gesagt hat, dass PianoCandle mehr einem Arzt mit heilpraktischen Fähigkeiten gleicht, als einem Chirurgen. Alles in Allem: sehr empfehlenswert, die individuelle Diagnose wie die Behandlung. Wer einen Wunderdoktor für sein Instrument sucht, findet ihn in PianoCandle. Es lohnt den Versuch! Man wird in seinem Instrument ungeahnte Möglichkeiten geweckt hören. <<

Der Th.Mann Konzertflügel 266cm
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