August 2007

In Neustadt Weinstr. konnte ich bei einem regional renommierten Pianisten und Klavierlehrer (ohne eBay-Name) einen 189 cm GrotrianSteinweg Flügel bearbeiten. Die Firma GrotrianSteinweg ist seit jeher für Überraschungen gut: Es gibt konventionelle und eigenwillige Konzeptionen, es gibt solide und gewagte Konstruktionen, und es gibt lyrisch singende wie kernig-erdig klingende Instrumente. Der vorfindliche Flügel von 1979 war rekordverdächtig...

er war in puncto klanglicher Kälte und Härte kaum zu toppen, konstruktionsmäßig sollte ihm offenbar jeder irgendwie erreichbare "Biss" entlockt werden können. Hier erschien es mir angebracht, mit teils behutsamen und teils beherzten Schritten das Konzept einer kultivierten und individuell verstehbaren klanglichen Härte auszuformen und mancherlei Übertreibungen mindernd zu beeinflussen. Dabei habe ich, wie ich im Nachherein feststellen konnte, Wege beschritten, die teilweise auch die Firma Grotrian selbst in den nachfolgenden Jahren zwecks Modellpflege zum Einsatz brachte.

Zum Ergebnis sagte der Eigentümer: >> Ich bin zufrieden << .

Der Vermittler dieses Kunden, Wurzelcoach (s. o.), kommentierte diese Äußerung des ihm bestens bekannten Eigentümers wie folgt: "Wenn der sagt, ich bin zufrieden, dann ist das so, wie wenn jemand anders voller Begeisterung in seinem Wohnzimmer herumtanzt."

   
Details des Grotrian-189 von 1979: Hammerschlaglack,
aufgeklebtes Plastik-Relief-Logo
  2x Grotrian-Steinweg-Flügel: Welch ein Kontrast!
Filigrane Harfe im Mod.185 von 1922, derbe Gussplatte im Mod.189 von 1979
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