Beta-Version 1991 - Upgrade August 2009

PianoCandle "Upgrade" einer 18 Jahre alten Klanggestaltung

1991, lange vor meiner überregionalen Aktivität, lebte ich in Hamburg und habe dort den 1980er Jahre 185 cm Young Chang Flügel eines Kunden verkaufsfertig aufbereitet. Er war substanziell gut, aber in der gesamten Mittellage brachte aufdringliches metallisches Plärren selbst hart gesottene Ohren zum Erschaudern. Dies zu beheben und vieles andere fein zu machen, zählt bis heute zu den aufwändigsten Maßnahmen meiner Karriere. Achtzehn Jahre später, im August 2009, sah ich nun diesen Flügel wieder...

Mit Vergnügen erkannte ich bei dieser frühen "Beta-Version" der Klanggestaltung bereits deutliche "handschriftliche" Ansätze und vor allem deren Langlebigkeit. Doch mit dem inzwischen weitaus größeren KnowHow der heutigen PianoCandle Klanggestaltung konnte dieser Flügel nun aus dem langjährigen Frühstadium aufsteigen und bekam ein gezieltes "Upgrade", das ihn insbesondere im Bass, im Diskant und in der Spielart noch weiter vervollkommnete.

Der Flügel ist ein frühes Produkt des rührigen Herstellers Young Chang aus Korea, der seinerzeit wegen guter Konzeptionen (Steinway-ähnlich) und günstiger Konditionen viel Beachtung fand. Allerdings waren die koreanischen Pianos, gleich welcher Firma, in den Achtziger Jahren bis in die Neunziger hinein noch nicht wirklich ausgereift. Später wurde das deutlich anders - da wurden dann bei Young Chang sogar Nobelmarken-Auftragsprodukte hergestellt. Doch leider gibt es die Firma Young Chang inzwischen nicht mehr.

Der Besitzer des Flügels lebt mit seiner Familie westlich von Hannover. Er schrieb mir das Folgende:


>> Aus Überzeugung kann ich für alle jene, die neben dem Ton auch seinen Klang wertschätzen, eine Empfehlung geben: gönnen Sie Ihrem Instrument Martin Januschek.

Es begann im Jahr 1991, als ich in einer Hamburger Zeitungsanzeige vom Verkauf eines 185er Flügels las. Er sollte "bearbeitet" worden sein, behauptete der Inserent, und der in Rede stehende Young Chang Flügel habe dadurch an Klangqualität gewonnen. Überdies war der in Aussicht gestellte Kaufpreis durchaus interessant. Mein Interesse war geweckt.

In einem renommierten Hamburger Piano Geschäft machte ich erstmalig mit einem Original Young Chang Flügel Bekanntschaft, um mir einen ersten Eindruck von diesem Instrument zu machen: ( ... )

Derart eingestimmt machte ich wenige Tage später die Bekanntschaft des inserierten Flügels und traute meinen Ohren zunächst nicht: das, was mir von einem Herrn Januschek vorgestellt wurde, hatte nichts mehr mit dem Original gemein! Ein herrliches Klangbild, das keinen Vergleich mit großen Marken scheuen muss, war Grund für eine Liebe auf den ersten Ton! Seit diesem Tag gehören wir zusammen, mein Flügel und ich.

Im Jahr 2009 gab es dann ein beeindruckendes Wiedersehen. Der Young Chang bedurfte einer Überholung und ich erinnerte mich Herrn Januscheks. Die Internetrecherche ergab, dass er ebenfalls Hamburg verlassen hatte und nicht weit von meinem neuen Wohnort ebenfalls sein neues Zuhause gefunden hatte. Herr Januschek nahm sich des Flügels zum zweiten Mal an und das Instrument erlebte seine zweite Metamorphose: Klang und Anschlag des 185er Flügels sind noch ausgewogener und für mein Empfinden schwerlich zu toppen. <<
 

Young Chang G-185 in behaglichem Ambiente
Der Heizkörper neben dem Flügel bleibt aus, Stimmung hält prima...

 ...und in der Tastenklappe kommt es zu recht eigenwilligen Spiegelungen!

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